Südkurier 21.10.2008

Stuttgart (dpa/tmn)

Schlaganfallvorbeugung mit Bedacht wählen

Wird nach einem Schlaganfall eine verengte Halsschlagader rechtzeitig erweitert, lässt
sich ein weiterer Schlaganfall meist vermeiden. Vor der OP sollte der Patient sich über
das Therapiezentrum informieren, rät die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft.

Beim Eingriff bekommt der Patient entweder unter örtlicher Betäubung eine Gefäßstütze (Stent)
eingesetzt; oder die Ablagerungen in der Ader werden operativ entfernt. Neue Studienergebnisse
belegten, dass die Erfolgsaussichten bei beiden Methoden auf lange Sicht gleich sind. Allerdings
seien die Komplikationsraten der einzelnen Behandlungszentren sehr unterschiedlich, so die
Schlaganfall-Gesellschaft. Ein Blick in den Qualitätsbericht helfe bei der Entscheidung für eine
Methode, dort seien die Komplikationsraten vermerkt. Zusätzlich sollte jede Klinik ein Komplikations-
register veröffentlichen, damit Patienten sich einen Überblick verschaffen können.

Verkalkungen in der Halsschlagader sind den Angaben zufolge eine der Hauptursachen für Schlag-
anfälle. Bei etwa jedem 7. Patient, der aus diesem Grund einen Schlaganfall hatte, drohe noch im
selben Jahr ein erneuter Schlaganfall. Wird die Verengung beseitigt, treffe es «nur» noch jeden 25.